ERFOLGSSTORIES

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Mit der Lehre steil nach oben klettern

Sie haben sich für eine Lehre entschieden – und stehen heute höchst erfolgreich im Berufsleben. Sechs Frauen und Männer, die dank einer Lehre Karriere gemacht haben, geben wertvolle Erfolgstipps.

Sobald die Lehrabschlussprüfung beendet ist, startet sie für viele ehemalige Lehrlinge erst so richtig – die berufliche Karriere. Doch was braucht es, um mit der Lehre Erfolg haben zu können? Und wie geht man mit Herausforderungen um? Ehemalige Lehrlinge, die in ihrem Unternehmen die Karriereleiter nach oben geklettert sind, kennen die Antworten.

Kein Tag wie der andere

Sarah Anetzeder, 29

Filialleiterin · HOFER KG

Für mich war von Anfang an klar: Ich möchte einen Beruf lernen, bei dem ich praktisch arbeiten und Verantwortung übernehmen kann und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten habe."

Eine von ihnen ist Sarah Anetzeder. Die 29-Jährige hat 2011 bei der HOFER KG ihre Lehre zur Einzelhandelskauffrau gestartet. Mittlerweile leitet sie eine ganze Filiale – und ist überzeugt: Die Lehre bietet nicht nur eine hochwertige Ausbildung, sondern auch langfristige Perspektiven.

Jeder Arbeitstag, berichtet Anetzeder, ist abwechslungsreich, facettenreich und individuell – genauso wie ihre Tätigkeiten als Filialleiterin. „Es ist ein tolles Gefühl, zu sehen, wie wir uns als Team gemeinsam weiterentwickeln und Herausforderungen meistern." Besonders stolz macht es sie, wenn sie junge Kolleginnen und Kollegen fördern kann – vor allem Lehrlinge. „Zu sehen, wie sie wachsen, erinnert mich daran, wie weit ich selbst gekommen bin. Das motiviert mich jeden Tag aufs Neue."

Etwas gutes bewirken

Lena Taibon, 23

FILIALLEITERIN · sehen!wutscher

In der Optik und Akustik habe ich genau das gefunden: Ich kann Kundinnen und Kunden unterstützen, sehe sofort, was meine Arbeit bewirkt, und habe dabei ein abwechslungsreiches Umfeld"

Einen Beruf auszuüben, in dem sie mit Menschen zu tun hat und etwas Gutes bewirken kann – das war die Motivation für Lena Taibons Lehre im Bereich Augenoptik & Hörakustik bei sehen!wutscher. „In der Optik und Akustik habe ich genau das gefunden: Ich kann Kundinnen und Kunden unterstützen, sehe sofort, was meine Arbeit bewirkt, und habe dabei ein abwechslungsreiches Umfeld." Schon kurz nach Beendigung ihrer Lehre wurde Taibon Filialleiterin. Das Schönste ist für sie das Vertrauen, das ihr geschenkt wurde. „Es motiviert mich total, Verantwortung zu tragen und mit meinem Team zusammenzuarbeiten."

Verantwortung übernehmen

Daniela Kruselj, 21

Daniela Kruselj · stellv. Abteilungsleiterin INTERSPAR

Für mich war von Anfang an klar: Ich möchte einen Beruf lernen, bei dem ich praktisch arbeiten und Verantwortung übernehmen kann und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten habe."

Auch für Daniela Kruselj, 21, war es wichtig, früh praktische Arbeitserfahrung zu sammeln – deshalb hat sie die Lehre zur Einzelhandelskauffrau mit Schwerpunkt Lebensmittel bei INTERSPAR gewählt. „Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es viel mehr ist: Man lernt nicht nur den Beruf, sondern auch, wie man mit Menschen umgeht, wie man in schwierigen Situationen reagiert und Verantwortung übernimmt." Aktuell bis zur stellvertretenden Abteilungsleiterin einer Filiale.

„Es ist ein tolles Gefühl, zu zeigen, was ich kann und während der Lehre gelernt habe."

Daniela Kruselj · stellv. Abteilungsleiterin INTERSPAR

Um erfolgreich zu sein, braucht es Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikations- fähigkeit, so Kruselj. „Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind auch sehr wichtig. Wer seinen Job wirklich gut macht, bleibt nicht unbemerkt." Und: „Ich liebe Herausforderungen – sie machen den Job spannender und abwechslungsreicher."

Keine Chance auf Langeweile

Gerhard Focke, 47

Abteilungsleiter · Flughafen Wien AG

Sie können nur gemeistert werden, wenn man mit anderen zusammenarbeitet. Besonders in der Luftfahrt-Branche ist Zusammenhalt wichtig, das haben uns Krisen wie die Corona-Pandemie gezeigt"

Schon in jungen Jahren wusste Gerhard Focke, 47, dass er eine praxisorientierte Ausbildung machen möchte. Der gelernte KFZ-Elektriker und KFZ-Mechaniker ist heute Abteilungsleiter Bereich Fuhrpark, Vienna Airport Technik (VAT). „Als Abteilungsleiter arbeite ich eng mit meinem Stellvertreter zusammen, wir meistern gemeinsam neue Herausforderungen." Diese bereichsübergreifende Zusammenarbeit sorgt dafür, dass jeder Tag anders ist. „Auch nach 30 Jahren wird mir hier nie langweilig."

„Weiterbildung und eine gesunde Portion Ehrgeiz sind wichtig."

Gerhard Focke · Abteilungsleiter Flughafen Wien AG

Persönlich weiterentwickeln

Stefan Steinböck, 28

Assistent Regionalleitung · ASFINAG

Andere Sichtweisen und Erfahrungen bringen meist gute und schnelle Lösungen. Ich sehe Herausforderungen als Möglichkeit, neue Dinge zu lernen."

Stefan Steinböck ist 28 Jahre jung und hat bereits einen Branchenwechsel hinter sich: Vor seiner Lehre zum Bürokaufmann hat er fünf Jahre lang als Kindergartenbetreuer gearbeitet. Dann wollte er sich in eine andere Richtung weiterentwickeln. „Deshalb war eine Lehre damals für mich die beste Wahl. Bei der ASFINAG konnte ich verschiedenste Themen kennenlernen und herausfinden, was meine Stärken sind, was mir Spaß macht und wo ich meine bisherigen Erfahrungen einbringen konnte."

„Chancen, die einem das Berufsleben bietet, aktiv ergreifen."

Stefan Steinböck · ASFINAG Service GmbH

Leidenschaft und Durchhaltevermögen

Benjamin Semlitsch, 26

Teamleiter · Netz Oberösterreich GmbH

Für mich war von Anfang an klar: Ich möchte einen Beruf lernen, bei dem ich praktisch arbeiten und Verantwortung übernehmen kann und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten habe."

Eine Lehre ist die ideale Kombination aus Praxis und Theorie, so Benjamin Semlitsch, 26. „Schon früh sammelt man wertvolle Berufserfahrung und erarbeitet sich ein solides Fundament", meint der gelernte Elektroenergetechniker, der bei der Netz Oberösterreich GmbH als Teamleiter arbeitet. Es ist bereichernd, ein Team zu leiten und gleichzeitig innovative Projekte voranzutreiben – wie etwa bei der Einführung neuer Techniken zur Verbrauchsmessung. „Besonders stolz bin ich darauf, Verantwortung für Systeme und Prozesse zu tragen, die die Energieversorgung von Tausenden Haushalten sicherstellen."

„Die Lehre ist in jedem Fall eine Ausbildung mit Zukunft."

Benjamin Semlitsch · Teamleiter Netz Oberösterreich GmbH

Zukünftig möchte Semlitsch seine Erfahrung nutzen, um junge Talente zu fördern. Sein größter Antrieb: „Andere zu inspirieren, ihren Weg mit Leidenschaft und Durchhaltevermögen zu gehen."